Einer der dem Wortsinn nach ersten mobilen Computer dürfte der „Schuh-Computer“ von Doyne Farmer gewesen sein. Jedoch von einem Vorläufer des mobilen Computers zu reden, dürfte doch sehr irreführend sein. Allerdings wären die Erfinder Doyne Farmer und Thomas Bass fast damit reich geworden. Aber nur fast. Der Schuh ist jetzt samt Innenleben im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) ausgestellt und kann bestaunt werden. Der Erfinder und Konstrukteur Doyne Farmer hat ihn dem Museum überlassen.

Mini-Computer sollte Erfinder reich machen

Die Geschichte mutet an, wie aus einem Drehbuch für einen Hollywood-Film. Seit Jahren arbeiteten ein paar kalifornische Studenten Ende der 1970er Jahre an der Erfindung eines Mini-Computers. Dieser sollte in einen Schuh passen und die Studenten reich machen. Die Erfindung sollte im Spielcasino helfen, den Lauf der Roulette-Kugel ungefähr vorherzusagen. Damit sollten die Gewinnchancen erheblich erhöht werden. Leider brachte der Schuhcomputer im Casino nicht den erhofften ganz großen Gewinn. Der in einem ausgehöhlten Herrenschuh eingebaute Computer hatte Im November 1981 nach vielen technischen Problemen seine Feuertaufe im „Sundance“-Casino von Las Vegas. Farmer trug den Rechner, Zehenschalter, Batterien und einen Sender in seinen Schuhen, wie später geschildert wurde. Die Zeiten, die die Kugel im Roulette-Kessel rotierte, stoppte er. Diese Daten gab er dann mit den Zehen in den Computer ein und sendete das Ergebnis, ebenfalls mit den Zehen, an seinen Freund Thomas Bass weiter. In dessen Schuh waren Vibratoren und als Spieler machte er die Einsätze.
Anfangs hatte es den Anschein, dass alles glatt verlaufen würde. Vor Thomas Bass stapelten sich die Jetons, so berichtet das Museum. Doch dann traten technische Probleme auf. Die Vibratoren im Schuh von Thomas Bass vibrierten plötzlich unkontrolliert. Der Grund hier: die elektronischen Geräte im Casino störten den Funkverkehr zwischen den beiden Computern im Schuh. So beendeten die beiden Tüftler das Spiel mit zirka 10.000 US-Dollar und traten den Rückzug an. Nach Aussagen der beiden Bastler sei es ihnen zu mühsam gewesen, das System zu überarbeiten, beschrieb Bass dies später in seinem Buch.

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